
Bereits in der vergangenen Woche waren erste Auffälligkeiten festgestellt worden: Einzelne Befestigungen an Spielgeräten waren offenbar abmontiert worden, ohne dass zunächst eine akute Gefährdung bestand. Inzwischen hat sich die Situation jedoch deutlich verschärft. Besonders gravierend ist die gezielte Entfernung von Befestigungsschrauben an der Rampe zum Podest der Seilbahn. Durch diese Manipulation wurde die Stabilität der Konstruktion erheblich beeinträchtigt, sodass die Sicherheit der spielenden Kinder nicht mehr gewährleistet werden kann. Zudem sind bereits Schäden an der Bodenverankerung der Stützen entstanden, da durch seitliche Bewegungen der feste Verbund mit dem Untergrund gestört wurde.
Darüber hinaus wurde eine Sitzbank mit bislang unbekannten Schmierstoffen verschmutzt. Auch Teile der Fallschutzmatten wurden am Rand angehoben, wodurch das darunterliegende Füllmaterial verrutscht ist. Die genaue Schadenshöhe kann derzeit noch nicht beziffert werden. Eine umfassende Überprüfung aller Spielgeräte durch den zuständigen Sicherheitsbeauftragten ergab zunächst keine weiteren eindeutigen Schäden. Dennoch können bislang unentdeckte Beeinträchtigungen nicht vollständig ausgeschlossen werden, da sicherheitsrelevante Manipulationen – wie etwa fehlende Schrauben – oft erst spät sichtbar werden.
Auch bei weiteren Bauteilen, wie etwa Rohrbefestigungen, ist von gezielter Zerstörung auszugehen. Die Art der Beschädigungen lässt darauf schließen, dass diese nicht zufällig, sondern vorsätzlich herbeigeführt wurden.
Bürgermeisterin Imke Heymann reagiert erschüttert auf die Schäden: „Es macht mich fassungslos, dass ein mit so viel Engagement – insbesondere von Kindern – gestalteter Spielplatz innerhalb kürzester Zeit mutwillig beschädigt wird. Hier geht es nicht um einen harmlosen Streich, sondern um rücksichtsloses Verhalten, das gezielt einen Ort zerstört, der für unsere Kinder geschaffen wurde. Wer hier beschädigt und Spielgeräte manipuliert, nimmt billigend in Kauf, dass Kinder – auch Kinder mit Einschränkungen – gefährdet werden. Das ist verantwortungslos und wird von uns nicht toleriert.“
Die Neugestaltung des Spielplatzes Büttenberg erfolgte mit großem Engagement und unter aktiver Beteiligung von Kindern. Die zuvor großflächige Anlage wurde in zwei Ebenen gegliedert, die barrierefrei miteinander verbunden sind. Auf der unteren Ebene entstand ein großzügiger Sandspielbereich für Kleinkinder mit Sandbagger, Matschtisch, Rutschenturm, Nestschaukel und Sonnensegel. Die obere Ebene wurde unter anderem um eine Seilbahn, ein barrierefreies Trampolin, zusätzliche Schaukeln sowie eine Sitzgruppe erweitert.
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die umfassende Beteiligung von Kindern und Jugendlichen: Bereits 2023 wurden im Rahmen eines Workshops an der OGS der Grundschule Büttenberg Ideen und Wünsche gesammelt. Diese flossen – ebenso wie die Ergebnisse einer Online-Umfrage – maßgeblich in die Planung ein. Dank einer Spende der Alanod-Stiftung konnte das Projekt nach zwischenzeitlicher Pause fortgeführt und deutlich erweitert werden.
Die Stadt Ennepetal wird Strafanzeige erstatten und arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, das Ausmaß der Schäden vollständig zu erfassen und notwendige Reparaturen einzuleiten. Ob der geplante offizielle Eröffnungstermin am 5. Mai gehalten werden kann, ist derzeit noch unklar.
