© Stadt Ennepetal
1. Was wurde gewählt?
Am 14. September 2025 haben die Bürgerinnen und Bürger von Ennepetal bei der Kommunalwahl zwei zentrale Entscheidungen getroffen. Zum einen wurde der Rat der Stadt Ennepetal gewählt. Er ist das wichtigste politische Gremium der Stadt und entscheidet über grundlegende Fragen wie Haushalt, Stadtentwicklung, Schulen, Kultur und Infrastruktur.
Zum anderen wurde die Bürgermeisterin gewählt, die gleichzeitig Vorsitzende des Rates und Leiterin der Stadtverwaltung ist. Bei der Kommunalwahl im September 2025 wurde Imke Heymann mit rund 57 Prozent der gültigen Stimmen im Amt bestätigt. Damit steht sie für weitere fünf Jahre an der Spitze der Stadt Ennepetal und tritt ihre dritte Amtsperiode an.
2. Wie groß ist der neue Rat?
Aktuell umfasst der Rat der Stadt Ennepetal 38 Mitglieder, hinzu kommt die Bürgermeisterin. Die Größe des Rates richtet sich nach der Einwohnerzahl der Stadt und ist gesetzlich im Kommunalwahlgesetz Nordrhein-Westfalen festgelegt.
Aktuelle Zusammensetzung: CDU (10 Mitglieder), SPD (9 Mitglieder), AfD (7 Mitglieder), Bündnis 90 / Die Grünen (4 Mitglieder), FDP (4 Mitglieder), EWG (2 Mitglieder), Die Linke (2 Mitglieder).
3. Was sind sachkundige Bürgerinnen und Bürger – und was hat Ennepetal davon?
Sachkundige Bürgerinnen und Bürger sind politisch Interessierte und Ehrenamtliche, die von den Fraktionen in die Fachausschüsse entsandt werden. Sie gehören nicht dem Rat an, haben in den Ausschüssen aber volles Stimmrecht.
Für Ennepetal bedeutet das einen klaren Gewinn: Fachwissen aus unterschiedlichen Bereichen wie Bildung, Umwelt, Wirtschaft oder Soziales fließt direkt in die politische Arbeit ein. Entscheidungen werden dadurch praxisnäher und die Kommunalpolitik wird breiter aufgestellt.
4. Wo sehe ich, wer im Rat und in den Ausschüssen sitzt?
Die Zusammensetzung des Rates sowie aller Ausschüsse ist öffentlich zugänglich. Sie kann im Ratsinformationssystem der Stadt Ennepetal eingesehen werden. Dort finden sich auch Tagesordnungen, Vorlagen und Beschlüsse der politischen Gremien. So wird transparent, wie kommunale Entscheidungen zustande kommen.
5. Können Bürgerinnen und Bürger an Sitzungen teilnehmen?
Ja. Sitzungen des Rates und der Ausschüsse sind grundsätzlich öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können als Zuhörerinnen und Zuhörer teilnehmen. Nur bei bestimmten Themen, etwa Personal- oder Grundstücksangelegenheiten, wird die Öffentlichkeit ausgeschlossen, wenn schutzwürdige Interessen betroffen sind.
6. Kann die Bürgermeisterin alleine entscheiden?
Nein. Über grundsätzliche Angelegenheiten der Stadt entscheidet der Rat als zentrales Beschlussorgan. Die Bürgermeisterin leitet die Verwaltung und setzt die Ratsbeschlüsse um. In gesetzlich geregelten Ausnahmefällen kann sie einen Dringlichkeitsbeschluss treffen, etwa wenn schnelles Handeln erforderlich ist. Diese Entscheidungen müssen jedoch im Nachhinein vom Rat bestätigt werden. Dadurch bleibt die demokratische Kontrolle gewahrt.
7. Was machen eigentlich die Ausschüsse?
Ausschüsse bereiten die Entscheidungen des Rates fachlich vor. Sie befassen sich mit bestimmten Themenbereichen wie Stadtentwicklung, Schule, Soziales oder Umwelt. In einigen Fällen können sie auch selbst entscheiden, wenn ihnen dafür Zuständigkeiten übertragen wurden.
8. Wie können Bürgerinnen und Bürger Einfluss nehmen?
Neben der Teilnahme an Wahlen gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich in die Kommunalpolitik einzubringen. Dazu gehören Einwohnerfragestunden im Rat oder in den Ausschüssen, Anregungen und Beschwerden sowie Bürgerbegehren und Bürgerentscheide. Auf diese Weise bleibt die kommunale Politik auch zwischen den Wahlen ansprechbar.
