Bei den abgeladenen Materialien handelt es sich unter anderem um Dämmwolle sowie Eternitplatten aus einer Fassadenverkleidung. Nach bisherigen Erkenntnissen sind diese asbesthaltig und stellen damit eine erhebliche Gefahr für Umwelt, Mensch und Tier dar.
Bereits die Bergung der Abfälle im Bereich der Asker Straße erforderte einen aufwendigen Einsatz: Mitarbeitende des städtischen Betriebshofes sowie des Regionalforstamtes Ruhrgebiet von Wald und Holz NRW waren über mehrere Stunden mit schwerem Gerät im Einsatz. Da der Bauschutt offenbar von einem Fahrzeug einen Hang hinab gekippt wurde, mussten die Materialien zunächst mühsam zusammengetragen und anschließend mithilfe eines Krans in speziellen Verpackungen gesichert und abtransportiert werden.
Aufgrund der erneuten Ablagerung im Waldgebiet Meininghausen wird nun ein spezialisiertes Fachunternehmen mit der ordnungsgemäßen Entsorgung der gefährlichen Abfälle beauftragt. Dies ist insbesondere wegen der asbesthaltigen Bestandteile erforderlich, die ausschließlich unter strengen Sicherheitsauflagen entfernt und entsorgt werden dürfen. Der städtische Betriebshof verfügt für eine derart aufwendige Maßnahme derzeit nicht über die erforderlichen Kapazitäten.
Die bislang entstandenen Entsorgungskosten bewegen sich bereits im oberen vierstelligen Bereich. Es ist davon auszugehen, dass die Gesamtkosten durch den erneuten Vorfall deutlich weiter steigen werden. Der Einsatz von Personal, Maschinen sowie die fachgerechte Entsorgung verursachen erhebliche finanzielle Belastungen, die letztlich von der Allgemeinheit getragen werden müssen.
Für beide Vorfälle an der Asker Straße und in Meininghausen wurden Strafanzeigen bei der Polizei erstattet. Die Stadt Ennepetal weist ausdrücklich darauf hin, dass die illegale Entsorgung von Bauabfällen – insbesondere von Gefahrstoffen wie Asbest – eine Straftat darstellt und konsequent verfolgt wird.
Bürgerinnen und Bürger sowie Waldbesucherinnen und Waldbesucher werden gebeten, bei verdächtigen Beobachtungen – insbesondere bei Transportfahrzeugen oder Fahrzeugen mit Anhängern – aufmerksam zu sein und mögliche Kennzeichen zu notieren. Hinweise auf potenzielle Verursacherinnen oder Verursacher können an die zuständige Polizeidienststelle oder an die Stabsstelle für Abfallwirtschaft der Stadt Ennepetal gerichtet werden (Abfallwirtschaft@ennepetal.de, 02333 / 979-1259).

