Fragen und Antworten zum Thema „Rosine“:
Stand: 18.06.2025
1. Wem gehört die „Rosine“?
Das Areal der Rosine und die darauf befindlichen Gebäude gehören der Stadt Ennepetal. Nach einem entsprechenden Ratsbeschluss hat die Stadt es 2023 erworben, um mittelfristig Einfluss auf die weitere Entwicklung an dieser zentralen Stelle in Voerde nehmen zu können. Ein Teil der Gebäude ist aktuell verpachtet (Kreiselmarkt und Kosmetikstudio).
© Stadt Ennepetal
Wie groß ist das gesamte Gelände?
Das Areal umfasst etwa 4.000 Quadratmeter.
2. Warum steht die „Rosine“ aktuell leer?
Der letzte Pächter (und vorherige Besitzer der „Rosine“) hat den Hotel- und Restaurantbetrieb im Sommer 2024 ohne Vorankündigung eingestellt und ist verzogen. Das Pachtverhältnis wurde zum 31.12.2024 gekündigt.
3. Wie hat die Stadt das verlassene Gebäude vorgefunden?
Das Bauamt hat seit Januar 2025 Zutritt und hat sich zunächst einen Überblick über den Zustand des Gebäudes verschafft. Das Bauwerk ist durch zahlreiche An- und Umbauten sehr verwinkelt und unübersichtlich.
Etliche Möbel und zahlreiche Kubikmeter Müll waren noch im Gebäude. Die Bausubstanz ist noch größtenteils in Ordnung, aber Leitungen und Verkabelungen sind vielfach abenteuerlich verlegt und einige Räume, zum Beispiel der Gewölbekeller, entsprechen nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen an den Brandschutz.
4. Was ist seither passiert?
Im ersten Schritt wurde gründlich entrümpelt. Dann wurde das Gebäude gesichert, um weitere Schäden zu vermeiden, beispielsweise mit Brandmeldern und einer Einbruchsicherung.
5. Gibt es einen Gastronomen, der den Restaurant- und Hotelbetrieb fortführen möchte?
Nein. Es wurden verschiedene Gespräche geführt, aber kein Interessent wollte letztlich den Betrieb in der bisherigen Form übernehmen und fortführen.
6. Wie geht es jetzt weiter? Wird alles abgerissen?
Die Stadtverwaltung hat ein erstes Szenario entwickelt, das den Erhalt des alten, schieferverkleideten Gasthauses vorsieht. Die restlichen Anbauten sollen abgerissen und größtenteils durch Wohnbebauung ersetzt werden. Der Kreiselmarkt soll als wichtiges Element der Nahversorgung ebenfalls erhalten bleiben.
Dies ist jedoch nur eine erste Idee. Der Bürgermeisterin ist es weiterhin wichtig, dass die Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger in die weitere Planung einfließen.
7. Was war der Inhalt des Bürgerdialogs?
Die Bürgermeisterin lud am 8. Mai alle Interessierten zu einem großen Bürgerdialog ein. Dieser fand in den Räumen der Rosine statt. Nach einer Begehung fasste Marco Heimhardt, der Fachbereichsleiter Planung, Bauen und Umwelt, den Zustand des Gebäudes zusammen und stellte die ersten Überlegungen der Stadt für die weitere Entwicklung vor. Danach konnten die Teilnehmenden an 5 Stationen ihre Ideen und Wünsche einbringen. Diese wurden in einer moderierten Runde am Ende zusammengefasst und diskutiert.
8. Was wünschen sich die Menschen hauptsächlich?
Es war vielen Menschen wichtig, dass eine Einkaufsmöglichkeit, eine Gastronomie, sowie ein Festsaal, nach Möglichkeit auch mit Übernachtungsmöglichkeiten erhalten bleiben. Wohnbebauung sehen viele als sinnvoll an, wobei diese mit ausreichend Parkraum verbunden sein sollte. Etwas geteilter waren die Meinungen bei der Frage, ob dort auch Grünflächen angelegt werden sollten.
Zudem wurden weitere Wünsche genannt, wie mehr Bänke im öffentlichen Raum oder Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche.
9. Wie war die Beteiligung? Über 100 Menschen nahmen an dem Bürgerdialog teil.
© Stadt Ennepetal
10. Was sind die nächsten Schritte?
Die Kommunalwahlen im September entscheiden über die Zusammensetzung des Rates für die kommenden fünf Jahre. Sobald sich der Rat und die Ausschüsse nach der Wahl konstituiert haben und die Arbeit aufnehmen, werden die Überlegungen der Stadt und die Ergebnisse des Bürgerdialogs der Politik präsentiert. Ziel ist es auch hier, Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen. Der entsprechende Ausschuss wird dann eine Beschlussvorlage über die Detailplanungen erarbeiten und dem Rat zur Entscheidung vorlegen.
