Inmitten einer städtischen Parkanlage am Ostlandring/Saarlandring steht das Hardt-Ehrenmal, ein markantes Zeugnis der Erinnerungskultur in Ennepetal. Ursprünglich sollte es an die Opfer des Ersten Weltkriegs erinnern. Die ersten Überlegungen zur Errichtung reichen bis ins Jahr 1924 zurück, als der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge die Idee aufbrachte. Nach einem Wettbewerb wurde der Entwurf des Architekten Tauche aus Lüdenscheid ausgewählt.
Die Finanzierung übernahm die Milsper Industrie gemeinsam mit vielen Privatspendern. 1939 wurde das Ehrenmal eingeweiht. Die politische Nutzung in der Zeit des Nationalsozialismus ist Teil seiner wechselvollen Geschichte. 1951 ergänzte man eine Gedenktafel mit der Aufschrift „Unsere Toten“.
Architektonisch prägt ein rechteckiger Hauptbau aus Bruchsteinmauerwerk das Bild, flankiert von zwei ovalen Einfassungsmauern, die sich harmonisch ins Gelände einfügen. Ein großer Spitzbogen im oberen Hangbereich ermöglicht den Durchgang durch die Parkanlage. Das schmiedeeiserne Eingangstor ist kunstvoll gestaltet und ein Blickfang des Ensembles.
Seit dem 29. März 1984 ist das Hardt-Ehrenmal als Baudenkmal eingetragen. Es besitzt ortshistorische, volkskundliche und städtebauliche Bedeutung und lädt zugleich dazu ein, die Erinnerungskultur in ihrer historischen Vielschichtigkeit zu betrachten.


