Hoch über dem Ennepetal erhebt sich das heutige Rathaus der Stadt Ennepetal – ein repräsentativer Bau im Stil des Neubarock, errichtet 1911 vom Architekten Gustav Wenner. Ursprünglich diente das Gebäude der Schraubenfirma Bödecker, Ebbinghaus & Co. als Mädchenheim für junge Arbeiterinnen.
Zwischen 1937 und 1949 nutzte es das Amt Milspe-Voerde als Amtshaus, seit 1949 ist es Rathaus der Stadt Ennepetal. Der zweigeschossige Putzbau auf hohem Bruchsteinsockel beeindruckt durch sein rotes Mansarddach mit geschwungenem Mittelgiebel, gequaderten Ecklisenen und figürlichen Ornamentplatten. Im Erd- und Untergeschoss sind die Fenster in stilisierter Rustikaquaderung gefasst, während ein halbrunder Erker auf Rundsäulen die Südwestseite ziert.
Aktuell wird an der Südseite ein Aufzug angebaut, um den Altbau barrierefrei zu machen und den Zugang für alle zu erleichtern.
Mit seiner ortsgeschichtlichen, kunsthistorischen und städtebaulichen Bedeutung steht das Gebäude seit dem 30. März 1984 unter Denkmalschutz.


