An der spitzwinkligen Einmündung der Heilenbecker Straße in die Kölner Straße 129/131 steht ein besonders markantes Gebäude: das sogenannte Bügeleisenhaus. Seinen Namen verdankt es der außergewöhnlichen, spitz zulaufenden Bauform – eine Folge des ungewöhnlichen Straßenverlaufs in diesem Teil des Ortsteils Milspe.
Errichtet wurde das Gebäude im Jahr 1902 als Wohn- und Geschäftshaus. Heute wird es ausschließlich zu Wohnzwecken genutzt. Die Gebäudespitze wird durch einen halbkreisförmigen Eckerker mit spitzem Turm besonders hervorgehoben. Zahlreiche architektonische Details wie gründerzeitliche Stuckornamente, Kaff- und Gurtgesimse, Fensterumrahmungen und aufwendig gestaltete Schaufenster und Hauseingänge sind original erhalten. Auch der Erker zur Heilenbecker Straße und mehrere Blindfenster an der Fassade zur Kölner Straße prägen das Gesamtbild.
Das Gebäude steht seit 1984 aufgrund seiner ortsgeschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung unter Denkmalschutz. Für den Erhalt sprechen auch kunstgeschichtliche und stadtgestalterische Gründe. Bei der Fassadenrenovierung im Jahr 1979 erhielt das Haus einen Preis des Kommunalverbands Ruhrgebiet. Eine umfassende innere Sanierung erfolgte zuletzt im Jahr 2025.
Auch wenn das Gebäude nicht öffentlich zugänglich ist, lohnt sich ein Blick von außen. Das Bügeleisenhaus ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Baukultur um 1900 – und ein echtes architektonisches Schmuckstück in Ennepetal.


