Im Frühjahr 2014 wurde in Ennepetal zum ersten Mal ein Beirat für Menschen mit Behinderung gegründet.
Er hat 11 Mitglieder und soll den Rat der Stadt Ennepetal und die Verwaltung bei der Wahrnehmung der besonderen Lebenslagen und Interessen der Menschen mit Behinderung beraten und dabei unterstützen, Entscheidungen zum Wohl der Menschen mit Behinderung zu treffen.
Der Beirat für Menschen mit Behinderung besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von Behinderten-Organisationen und interessierten bzw. betroffenen Bürgerinnen und Bürgern. Er bündelt den behindertenpolitischen Sachverstand vor Ort.
Nach der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Behindertengleichstellungsgesetz des Landes NRW muss behinderten Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft ermöglicht werden.
Behinderte Menschen sind nicht behindert - sie werden behindert.
Und: Es ist normal, verschieden zu sein.
Mit dieser einfachen Darstellung lässt sich der Inklusionsgedanke gegenüber einer früheren eher an Defiziten orientierten Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderung beschreiben.
Anders gesagt: Es soll nicht allein das Problem des behinderten Menschen sein, sich zurechtzufinden, sondern die Allgemeinheit hat ein Problem, wenn sie Teilhabe nicht gewährleistet.
Vor diesem Hintergrund ist Barrierefreiheit das vorrangige Ziel. Deshalb wird der Beirat für Menschen mit Behinderung unter anderem bei Planungen und Projekten, die die Belange von Menschen mit Behinderung berühren, beteiligt. Auf diese Weise können die Mitglieder des Beirates als Experten in eigener Sache dafür sorgen, dass ihre Interessen schon im Vorfeld berücksichtigt werden.
So können viel Ärger und hohe Kosten durch eine spätere, nachträgliche Herstellung von Barrierefreiheit verhindert werden.

