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Die Bürger in der Stadt / Voerde

Was macht eigentlich eine Gleichstellungsbeauftragte?

Sabine Hofmann

Eine Gleichstellungsbeauftragte ist in der Bundesrepublik Deutschland eine Person oder eine Stelle innerhalb einer Behörde, einer sozialen Einrichtung, einer Gemeinde oder eines Unternehmens, die sich mit der Förderung und Durchsetzung der Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern befasst und für die jeweilige Institution oder das jeweilige Unternehmen interne Aufgaben wahrnimmt. In Städten, Gemeinden und Kreisverwaltungen wird die Gleichstellungsbeauftragte nicht nur für Angestellte der Gebietskörperschaften, sondern auch für deren Bürgerinnen und Bürger tätig.

Es ist eine Querschnittsaufgabe, die Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen fördern soll. Innerhalb der Stadtverwaltung Ennepetal sind dies Themen wie z.B. Einstellungen, Beförderungen, Beratung von Kolleginnen und Kollegen, Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf oder Teilzeitausbildung.

Außerdem wirkt die Gleichstellungsbeauftragte über die Verwaltung hinaus.

Das Frauennetzwerk, Arbeitskreise wie Arbeitskreis Frauen und Politik, Die Ennepetaler Frauenrunde, der Arbeitskreis Christen und Muslime und der Arbeitskreis „Frauenmuseum“ sind Bestandteil dieser Arbeit.

In den vergangenen Jahre hat die Gleichstellungsstelle zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt, z.B. Ausstellungen wie „Von Rosa und anderen Tagen“, „Die Hälfte des Himmels - 99 Frauen und du“, „Warnzeichen häuslicher Gewalt“, „Flucht und Vertreibung –gestern und heute“.

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Frauen und Politik, dem Ennepetaler Filmemacher Horst Groth und interessanten Frauen aus Ennepetal wurde der Film „Frauen-Zeitzeuginnen der Industrie“, gedreht.

Lesungen wie „Rache ist weiblich – Mord ist auch eine Lösung“ und „Wenn Frauen zu sehr morden“ fanden auf der Tanzinsel des Haus Ennepetal statt. Darüber hinaus gab es Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag, der Aktion ONE BILLION RISING, dem Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, zur Walpurgisnacht im Ennepetaler Bahnhof oder Veranstaltungen zur Begegnung, wie das Kochen mit Flüchtlingsfrauen.

Vorträge, Schulungen, der Bunte Salon, Beratung und Lobbyarbeit gehören ebenfalls zu meiner Arbeit dazu.

Ein großes Thema ist der Gewaltschutz. Im Rahmen des runden Tisches gegen Gewalt arbeiten u.a. zahlreiche Organisationen, die Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendämter, Frauenhaus, Frauenberatung und die Gleichstellungsbeauftragten zusammen. Veranstaltungen und Ausstellungen werden genutzt um zu diesem Thema aufzuklären und Betroffenen, Angehörige und die Öffentlichkeit zu informieren.

Im November findet hierzu alljährlich eine Informationsveranstaltung zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen statt.

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