Rathaus
Die Bürger in der Stadt / Voerde

Gesund werden - Gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit

Bürgermeisterin Imke Heymann schreibt den Segensspruch 20*C+M+B+22 auf die Tafel im Rathausfoyer

Vor 176 Jahren hat ein Mädchen aus Aachen einen Verein gegründet, der heute die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder durchführt: das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“.

Jährlich sammeln rund 300.000 Mädchen und Jungen in königlichen Gewändern Spenden. Zu Beginn war es aber nur ein Kind, das sah, dass es anderen Kindern nicht so gut ging wie ihr: Auguste von Sartorius.

Auguste von Sartorius wird 1830 geboren. Ihre Familie genießt einen guten Ruf. Der Vater ist Arzt, die Mutter gehört zum Vorstand einer Geburtsklinik in Aachen. Sie wächst mit drei Halbschwestern auf, die aus der ersten Ehe ihrer Mutter stammen.

Schon früh entwickelt Auguste eine soziale Ader: Sie kümmert sich um die Kinder ihrer Schwester, besucht regelmäßig Kranke und Arme in der Umgebung und stellt ihnen selbstgenähte Kleidung und Spielzeug zur Verfügung. Eines Tages erfährt sie, dass es in Frankreich einen Verein gibt, der benachteiligten und ausgesetzten Kindern in China helfen möchte und gründet 1846 das Werk der heiligen Kindheit in Aachen, auch „Kindheit-Jesu-Verein“ genannt.

1891 nimmt das Werk der heiligen Kindheit zum ersten Mal in nur einem Jahr mehr als eine Million Mark ein.

113 Jahre nach Gründung des Vereins startet 1959 die erste Aktion Dreikönigssingen und greift damit die Grundidee von damals auf: Kinder helfen Kindern! Auch heute noch lebt die Idee von einer besseren Welt weiter: in den Herzen Tausender Kinder, die sich stark machen und als Heilige Drei Könige gekleidet Geld sammeln für Kinder weltweit, denen es nicht so gut geht.

Viele Jahre überbrachten zu Jahresanfang Kinder und Jugendliche dem jeweiligen Stadtoberhaupt den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ in das Ennepetaler Rathaus. Seit dem vergangenen Jahr lässt es die Corona-Pandemie leider nicht zu, diese schöne Tradition in dieser Form fortzusetzen, auf einen Besuch im Rathaus muss verzichtet werden.

Deshalb hat Bürgermeisterin Imke Heymann in diesem Jahr von den Sternsingern neben dem diesjährigen Motto „Gesund werden – Gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit! gesegnete Kreide bekommen, um den Segensspruch 20*C+M+B+22 an die Tafel im Rathauseingang zu schreiben.

Das Stadtoberhaupt: „Ich freue mich, dass die Verantwortlichen der katholischen Kirchengemeinde mit viel Kreativität dafür Sorge tragen, dass auch in diesem Jahr die Segenssprüche in die Familien kommen und die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten die Sternsingeraktion 2022 durch eine Geldspende unterstützen können“.

Beispielprojekte der diesjährigen Sternsingeraktion kommen aus Ägypten, Ghana und dem Südsudan.

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