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Gebäudeenergiegesetz am 3. Juli verabschiedet

Nach vier Jahren politischen Ringens hat der Bundestag endlich die Weichen gestellt. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die Streichung des Photovoltaik-Förderdeckels von 52 Gigawatt installierter Leistung wurden beschlossen. Letzten Freitag konnte endgültig Vollzug gemeldet werden, denn auch der Bundesrat hat beiden Initiativen zugestimmt. . Das GEG ist damit endgültig beschlossen und wird nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt zum 01.10.2020 in Kraft treten.

"Die Verabschiedung des GEG war überfällig", so Dr. Tim Schmidla von der EnergieAgentur.NRW, "denn derzeit gibt es verschiedenste Energie-Verordnungen und -Gesetze, von EnEV, EnEG bis zum EEWärmeG, die ordnungsrechtlich alle nebeneinander gelten." Die Zusammenführung ins GEG wird somit das energieeffiziente Bauen und Sanieren vereinfachen. Andererseits kommt es gerade noch zur rechten Zeit, denn die EU fordert ab dem kommenden Jahr von allen Mitgliedsstaaten einen definierten Niedrigstenergiestandard für Gebäude, der nun auch endlich für Deutschland erklärt wurde. Dieser entspricht den bereits jetzt geltenden Gebäudeenergie-Standards, weshalb Kritiker des Gesetzes auch eine vertane Chance für den Klimaschutz sehen.

Zu einer ausschließlich positiven Einschätzung der Beschlüsse von Freitag werden Hausbesitzer kommen, die gerade eine Photovoltaik-Anlage planen. Denn mit der Abschaffung des 52 Gigawatt-Ausbaudeckels werden neue Solarstromanlagen auch in Zukunft über die Ökostrom-Umlage gefördert. Dazu Dagmar Ellerkamp-Heidemeyer, Klimamanagerin der Stadt Ennepetal: "Das gibt Planungssicherheit und wird dem Ausbau der Stromerzeugung aus Sonnenenergie einen wichtigen weiteren Schub geben."

Mehr Informationen zum Thema im Sanierungsportal www.alt-bau-neu/ennepetal unter Aktuell & Lokal/Pressemitteilungen.

Die Stadt Ennepetal ist Mitglied im landesweiten Netz ALTBAUNEU, das zu Themen rund um Energieeffizienz im Gebäude informiert. Es wird vom Wirtschaftsministerium NRW unterstützt und durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert.

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