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Die Bürger in der Stadt / Voerde

Digitale Verwaltung: Kreis und Städte starten Serviceportal

Bürgermeisterin Imke Heymann (2.v.r.) und ihre Kolleginnen und Kollegen freuen sich gemeinsam mit Landrat Olaf Schade über die gelungene Zusammenarbeit und das neue Online-Angebot. © Ennepe-Ruhr-Kreis

Den Hund anmelden, eine Verbraucherbeschwerde auf den Weg bringen oder eine Anzeige bei der Polizei erstatten - für diese drei Dienstleistungen sind mit Stadt- und Kreisverwaltung sowie der Polizei drei verschiedene Behörden zuständig. Eine Tatsache, die die Bürgerinnen und Bürger Ennepetals ab sofort weniger interessieren muss. Mit dem Serviceportal haben die acht Ennepe-Ruhr-Kreis-Städte gemeinsam mit der Kreisverwaltung ein Angebot im Internet freigeschaltet, das Dienstleistungen und Informationen unabhängig von Zuständigkeiten anbietet.

„Das Serviceportal ist rund um die Uhr erreichbar. Anträge und Anfragen können jederzeit gestellt, Auskünfte bequem an verschiedensten Geräten abgerufen werden“, wirbt Bürgermeisterin Imke Heymann für das Ergebnis des Gemeinschaftsprojektes. Diese bisher an Ennepe und Ruhr eher seltene Form der flächendeckenden interkommunalen Zusammenarbeit mache es allen Beteiligten leichter, den Bürgern Behördengänge zu erleichtern.

Für Ennepetalerinnen und Ennepetaler ist das Portal über die Internetseite der Stadt zu erreichen. Dort findet sich auf der Startseite ein Link zu den digitalen Dienstleistungen. „Jede Verwaltung hat dabei ihr Angebot selbst zusammengestellt und ist dafür verantwortlich“, heißt es aus den Rathäusern und der Kreisverwaltung.

Wer das Serviceportal aufruft, der findet auf der Startseite einige grundsätzliche Hinweise sowie den Button „Serviceübersicht“. Unüberlesbar ist dabei der Tipp auf das Servicekonto.NRW. Nur wer sich dort registriert und ein Konto einrichtet, kann die Vorteile des neuen Online-Angebotes optimal nutzen.

„Dazu zählt beispielsweise die automatische Übernahme von personenbezogenen Daten wie Name und Anschrift in Anträge. Auch zeitnahe Rückfragen sind nur möglich, wenn Bürger das Servicekonto nutzen“, erläutert Tarek Alhossni, der das Projekt im Ennepetaler Rathaus umgesetzt hat. Bereits in Kürze sollen registrierte Bürger zudem automatisch über den Bearbeitungsstand ihres Antrages informiert werden.

Wer die „Serviceübersicht“ aufruft, kann in Kategorien wie „Arbeit und Beruf‘, „Gewerbe und Wirtschaft“ oder „Familie, Soziales und Gesundheit“ sowie alternativ von A bis Z recherchieren. Wer auf die Links klickt, die den Dienstleistungen zugeordnet sind, findet beispielsweise weitere Informationen zum jeweiligen Thema oder kann einen Antrag per Mausklick auf die digitale Reise in eine Behörde schicken.

„Das Ausdrucken und der Versand per Post können allerdings nur in den Fällen entfallen, in denen der Gesetzgeber keine Unterschrift fordert“, nennt Alhossni den Grund dafür, warum nicht alle Anträge auf Dienstleistungen im Serviceportal zu finden sind. Ebenfalls zu beachten sei: Wer Angebote des Bundes nutze, muss sich auf einem anderen Weg als dem Servicekonto.NRW legitimieren.

Bürgermeisterin Imke Heymann bewertet den Startschuss für das Serviceportal als ersten Schritt in die richtige, in die digitale Richtung. Das, was geboten wird, soll zukünftig laufend aktualisiert und erweitert werden.

Stichwort Zusammenarbeit für das Serviceportal

Der Ennepe-Ruhr-Kreis sowie die Städte, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter, Witten und Ennepetal haben das Angebot zusammen mit dem Unternehmen Südwestfalen IT aus Hemer umgesetzt. Die Idee dazu wurde im September 2017 geboren, gezielt an Technik, Layout und Inhalten gearbeitet wurde ab Juni 2018.

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