Rathaus
Die Bürger in der Stadt / Voerde

Die Fahrradmitwirkwerkstatt

Es ist Donnerstag, 14 Uhr. Regelmäßig öffnet um diese Zeit die Fahrradmitwirkwerkstatt im Untergeschoss Mehrgenerationenhauses in der Gasstr. 10 ihre Türen für fahrradinteressierte Menschen.

Und dort wartet schon Frau Strobach aus Schwelm mit einem gebrauchten Fahrrad, das sie der Fahrradmitwirkwerkstatt schenken will. „Für meine Kinder ist es längst zu klein und meine Enkelkinder haben ein neues Rad bekommen. Zum Wegwerfen ist es mir aber zu schade. Da bin ich froh, dass es hier noch in gute Hände kommt“, meint sie.

Und das kommt es. Dafür stehen Ralf Sommer vom Mehrgenerationenhaus und Günter Braselmann vom Soli-Flüchtlingsfond mindestens zweimal im Monat ehrenamtlich für vier Stunden in der Werkstatt des Mehrgenerationenhauses und schrauben, putzen, fetten und pumpen, um gespendete Räder wieder auf Vordermann zu bringen.

Die gehen dann gegen eine Spende an Flüchtlinge und andere Bedürftige, die sich sonst kein Fahrrad leisten könnten. Mit auf den Weg bekommen sie dabei auch Informationen über die wichtigsten Verhaltensregeln in Straßenverkehr.

Dieses Angebot wird gut und gerne genutzt und die Dankbarkeit und vor Freude glänzende Kinderaugen sind Motivation genug.

Zusätzlich zu der Weitergabe von gebrauchten Rädern bietet das Mehrgenerationenhaus seit gut einem Jahr auch die Möglichkeit, eigene Räder selbst wieder auf Vordermann zu bringen.

In der Fahrradmitwirkwerkstatt gibt das Team Tipps und Informationen, zeigt die richtigen Handgriffe, stellt passendes Werkzeug und Ersatzteile zur Verfügung und unterstützt radinteressierte Menschen dabei, kleine Reparaturen durchzuführen.

Platte Reifen, verschlissene Bremsklötze, rostige Ketten und ähnliche Probleme bringen die großen und kleinen Besucherinnen und Besucher mit, wenn sie Rat und Hilfe suchen. Dabei ist klar: das Projekt will nicht den professionellen Werkstätten Konkurrenz machen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe bieten.

Im Sinne der Nachhaltigkeit kann auf diesem Weg manches Rad vor dem vorzeitigen Ruhestand gerettet werden. Und nebenbei ist es ja gut zu wissen, dass man sich bei einer Radtour nicht mehr vor einem Platten fürchten muss – denn den kann man ja jetzt selbst reparieren.

Im Rückblick hat sich gezeigt, dass das Kooperationsprojekt von Mehrgenerationenhauses und des Soli-Flüchtlingsfonds ein sinnstiftendes, soziales und nachhaltiges Projekt ist. Daher wird es auch in Zukunft die Fahrradmitwirkwerkstatt geben.

Dabei würde sich das Team sehr über tatkräftige Unterstützung freuen.

Die Fahrradmitwirkwerkstatt findet an jedem zweiten und letzten Donnerstag im Monat von 14 bis 18 Uhr in der Werkstatt des Mehrgenerationenhauses, Gasstr. 10, statt und hat auch während der Sommerferien regulär geöffnet. Die nächsten Termine sind am  25. Juli, am 8. Und am 29. August.

Für Fragen Astrid Fänger vom Mehrgenerationenhaus gern unter 02333 979 358 oder per E-Mail afaenger(at)­ennepetal.de, gerne zur Verfügung.

Serviceportal