Erziehungsbeistandschaft?

Mit dem schwierigen Begriff der „Erziehungsbeistandschaft“
(auch kurz E-Bei genannt) ist ein Hilfsangebot an Kinder und Jugendliche verbunden, die

  • bei Konflikten mit ihren Eltern keine Lösungsmöglichkeiten mehr sehen,
  • sich den Problemen nicht mehr stellen, indem sie weglaufen oder in auffälliges Verhalten ausweichen,
  • in der Schule (Schulschwänzen) und in anderen Gruppen durch ihr Verhalten auffallen und ausgegrenzt werden,
  • Kontakte zu Drogen/Alkohol haben.

Wie kann ein Erziehungsbeistand einen Jugendlichen in einer schwierigen Lage unterstützen?

Er kann ein Ansprechpartner für alle Alltagsfragen und -probleme sein.

Er kann bei Konflikten innerhalb der Familie beraten.

Er kann als Vermittler zwischen Elternhaus, Schule und Jugendlichem tätig werden.

Er kann dem Jugendlichen helfen, seine persönlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten besser zu erkennen und einzusetzen (z.B. in der Freizeitgestaltung, bei der Berufswahl bei gesundheitlichen Belangen u.ä.).

Er kann den Aufbau und Erhalt positiver Beziehungen unterstützen und begleiten.

Er kann das Selbstwertgefühl des Jugendlichen stärken durch Entwicklung von Kompetenzen und Chancen.

Welche Unterstützung können Eltern durch einen Erziehungsbeistand erhalten?

Sie lernen ihr Kind und seine Bedürfnisse besser zu verstehen.

Sie erhalten Beratung zur Verbesserung der Kommunikation mit ihrem Kind.

Sie lernen, Anspruch und Erwartungshaltung an ihr Kind realistisch zu sehen.

Sie werden in ihrer Erziehungsfähigkeit gestärkt.

Sie erhalten auf Wunsch Begleitung bei Gesprächen mit Schule, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz des Kindes/Jugendlichen.

In regelmäßigen Kontakten mit dem Jugendlichen wird zunächst eine vertrauensvolle Beziehung als Arbeitsgrundlage aufgebaut.

Wie arbeitet ein Erziehungsbeistand?

Gemeinsam werden Regeln für die Zusammenarbeit festgelegt (Verschwiegenheit, Zuverlässigkeit, Einhaltung von Absprachen, Aufträge). 

Es wird gemeinsam entschieden, wo die Kontakte zwischen dem Jugendlichen und dem Erziehungsbeistand stattfinden sollen.

Nach einer Bestandsaufnahme werden gemeinsam passende Entwicklungsschritte im Hinblick auf die gesetzten Ziele erarbeitet.

In Absprache mit dem Jugendlichen werden die Eltern und andere wichtige Bezugspersonen einbezogen (regelmäßige Gespräche).

Was ist zu tun, um einen Erziehungsbeistand zu bekommen?

  1. Kontaktaufnahme zum Jugendamt durch den Jugendlichen oder die Eltern für ein Erstgespräch beim Bezirkssozialdienst.
  2. Die Hilfe wird beim zuständigen Bezirkssozialarbeiter beantragt (für den Jugendlichen oder die Eltern entstehen keine Kosten).
  3. Wird die Hilfe seitens des Jugendamtes als passend angesehen, findet ein Kennenlernkontakt zwischen dem Jugendlichen und dem Erziehungsbeistand statt.
  4. Die Arbeit kann beginnen.

Rechtsgrundlage

§ 30 SGB VIII Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer

Sozialarbeiter/innen ASD

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