Energieausweis für Wohngebäude

Energieausweise für Gebäude wurden in Deutschland 2007 eingeführt, um den energetischen Zustand von Gebäuden für Mieter und Käufer von Immobilien transparenter zu machen. Grundsätzlich muss bei jedem Neubau, jeder Neuvermietung und bei jedem Verkauf einer Immobilie ein Energieausweis für das gesamte Gebäude vorliegen. Mit der neuen Energieeinsparverordnung, die am 1. Mai 2014 in Kraft trat, wurden die Anforderungen verschärft.

Beim Energieausweis sind zwei verschiedene Varianten zu unterscheiden, der Bedarfs- und der Verbrauchsausweis. Sie wenden verschiedene Berechnungsverfahren an und können daher zu unterschiedlichen Bewertungen hinsichtlich der Energieeffizienz eines Gebäudes kommen.

Erfolgt die Ermittlung auf Grundlage des berechneten Energiebedarfs, spricht man von einem "Bedarfsausweis". Wird dagegen der gemessene Energieverbrauch ermittelt, spricht man von einem "Verbrauchsausweis". Die Kennwerte geben den jährlichen Verbrauch in Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter (m2) Nutzfläche an – kurz: kWh/(m2a). Je höher der Kennwert ausfällt, desto schlechter ist der energetische Zustand des Gebäudes. Über die Farben eines Bandtachos lässt sich die Einstufung des Gebäudes in Energieeffiziensklassen (A+ bi H) ablesen.

Bei der Verbraucherzentrale NRW finden Sie detaillierte Informationen zum Energieausweis.

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) betreibt ebenfalls ein Informationsportal. Das umfangreiche Informationsangebot zum Energieausweis richtet sich an Endverbraucher und Fachleute.

Nach zehn Jahren verlieren spätestens zum 1. Januar 2019 die ersten Energieausweise für Wohngebäude aus dem Jahre 2008 ihre Gültigkeit. Ob und welchen Energieausweis ein Gebäude danach benötigt, läßt sich mit wenigen Klicks durch das neue Online-Tool „Energieausweis.Check“ der EnergieAgentur.NRW beantworten.


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