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Brut- und Aufzuchtstätten an und in Gebäuden

Auch am und im Gebäude können Lebensräume für Tiere bereitgestellt werden. Unter unseren Dächern leben, häufig unbemerkt, viele geschützte Tierarten. Bauwerke mit ihren Simsen, Mauerspalten, Dachritzen und -höhlungen nehmen sie als Ersatz für Felswände oder Baumhöhlen und nutzen sie zur Aufzucht der Jungen, als Schlafplatz oder zur Überwinterung. Seit der Mensch Gebäude errichtet, haben sich ihm auch tierische Untermieter angeschlossen. Neben Insekten und Kleinsäugern - die nicht immer erwünscht waren und deshalb z.T. bekämpft wurden - sind es in heutiger Zeit insbesondere Vogel- und Fledermausarten. Diese Arten sind z.T. auf solche Niststätten angewiesen, sie brüten zwischen diesen "Kunstfelsen" in Städten und Gemeinden und suchen hier nach Nahrung. Allgemein werden diese Arten als "Gebäudebrüter" bezeichnet.   

Neben dem Verlust geeigneter Nahrungshabitate wirkt der Brutplatzmangel lokal als bestandsdezimierender Faktor für einige Vogelarten. Besonders deutlich zeigt sich das auch bei den Fledermäusen, die heute in Europa zu den am stärksten gefährdeten Säugetierarten gehören. 

Alle Gebäudebrüter und deren Quartiere sind nach Europäischem und Bundesdeutschen Naturschutzrecht geschützt und müssen erhalten werden. So dürfen Nist- und Aufzuchtsquartiere während der Brut- und Aufzuchtzeit der Jungtiere generell nicht entfernt oder zerstört werden. Diese Regelung trifft z.B. auch auf besetzte Mehlschwalbennester unter Dachvorsprüngen zu.   Bestandsstützende Maßnahmen wie der zusätzliche An- und Einbau von künstlichen Nisthilfen sind vor allem dann erfolgreich, wenn sie mit einer Sicherung und ggf. Verbesserung umliegender Nahrungsbiotope einhergehen. 

Interessante Links zum Thema erhalten Sie auch u.a. unter:

www.lebensraumhaus.nabu-berlin.de

www.naturgarten.org

https://biologischevielfalt.bfn.de/


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Frau Dr. C. Tomaschewski

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