Erläuterung GRZ und GFZ


GRZ - Grundflächenzahl


Die Grundflächenzahl (BauNVO, § 19), abgekürzt GRZ, gibt den Flächenanteil eines Baugrundstücks an, der überbaut werden darf. Die GRZ ist eine Zahl und wird mit ein oder zwei Dezimalstellen angegeben.

Beispiel: GRZ 0,3  =  30 % der Grundstücksfläche dürfen überbaut werden. Bei der Ermittlung der GRZ werden die Grundflächen aller baulichen Anlagen voll angerechnet. Für Nebenanlagen, wie Zugänge und Zufahrten, Schuppen, befestigte Flächen, Stellplätze und Garagen kann die zulässige Grundfläche im Regelfall um bis zu 50 % überschritten werden (maximal aber nur bis GRZ 0,8).
 

GFZ - Geschossflächenzahl


Die Geschossflächenzahl (BauNVO, § 20), abgekürzt GFZ, gibt das Verhältnis der gesamten Geschossfläche aller Vollgeschosse der baulichen Anlagen auf einem Grundstück zu der Fläche des Baugrundstücks an. Die GFZ ist eine Zahl und wird mit ein oder zwei Dezimalstellen angegeben.

Bespiel: Ein Grundstück hat eine Fläche von 500 qm und eine GFZ von 1,0. Die Summe der Geschossfläche der auf dem Grundstück befindlichen Gebäuden darf somit ebenfalls 500 qm betragen. Man könnte beispielsweise ein viergeschossiges Gebäude mit jeweils 125 qm Geschossfläche pro Geschoss errichten (4 x 125 qm = 500 qm). Hätte dasselbe Grundstück eine GFZ von 0,5, würde die maximal zulässige Summe der Geschossflächen 250 qm betragen (500 qm x 0,5 = 250 qm). Bei einer GFZ von 1,2 dürfte eine maximale Geschossfläche von 600 qm errichtet werden (500 qm x 1,2 = 600 qm).  

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