<< letztes Denkmal                                                                 nächstes Denkmal >> 

Landwehr Teilstück 1 (B 483)

Das Teilstück I der Landwehr befindet sich an der Grenze zu Radevormwald innerhalb eines stark bewachsenen Waldstückes neben der B 483.  

Es besteht aus ca. 300 m langem Wall und Graben, die Landwehr ist deutlich erkennbar.  

Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine Außengrenze der Grafschaft Mark.   Landwehren werden im allgemeinen im Verlauf oder ungefährer Anlehnung an den Verlauf von Stadt-, Kirchspiel-, Gerichts- oder Territorialgrenzen errichtet. Ihr Zweck ist nicht primär darauf gerichtet, die Grenze zu markieren, sondern eine Sperrlinie zu errichten. Unter den Gründen für ihre Anlage dominieren fiskalische Gesichtspunkte (Verhinderung des Umfahrens von Zollstellen), vor allem aber der Gesichtspunkt der Einschränkung der Beweglichkeit bewaffneter Verbände. Sie dürften daher in erster Linie als Denkmäler der Friedewahrung gelten, deren Intensivierung einen der Hauptzüge des spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Territorialstaates darstellt. Landwehren sind in der Zeit vom 14. bis in das 17. Jahrhundert durchgehend genutzt, erneuert und erhalten worden. (Definition Prof. Dr. Johanek, Münster)  

Für eine Erhaltung sprechen wissenschaftliche Gründe, da es sich hier um eine mögliche archäologische Quelle handelt, die die weitere Geschichte, so z. B. die genaue Entstehung, beleuchten kann. Befunde und Funde, die im Zusammenhang mit der Landwehr stehen, können hier genauere Fakten vermitteln, als dies die vorhandenen schriftlichen Quellen tun.


<< zurück zur Liste   

Serviceportal