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Hohlweg (östlich Voerde/Verl. Rollmannstr.)

Hohlwege sind Reste älterer Straßen, die sich im Gelände als längliche Rinnen zu erkennen geben und unterschiedliche Tiefe aufweisen. Entstanden sind sie vor dem Beginn des Kunststraßenbaues, der in unserem Raum kurz vor 1800 beginnt. Ihre Anfänge liegen im Dunkeln, doch wird man davon ausgehen können, dass wichtige Fernstraßen bereits im frühen Mittelalter bestanden haben. Erhalten sind sie insbesondere in Waldgebieten, da in landwirtschaftlich genutzten Zonen eine stärkere Neigung bestand, diese tiefen, störenden Rinnen zu verfüllen.  

Diese tiefen Rinnen entstanden durch andauerndes Befahren der unbefestigten Wege. Die dadurch entstandene starke Bodenerosion hat die Wege ausgewaschen und im Laufe der Jahrhunderte tiefer gelegt. Da zu einem bestimmten, vom anstehenden Gestein abhängigen Zeitpunkt die zwischen den beiden Fahrrillen liegende Rippe so hoch wurde, dass die Radachsen auf ihr aufsaßen, entstand neben der aufgegebenen Trasse eine neue Spur. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine alte, von Schwelm kommende und über Altenvoerde und Voerde nach Hagen führende Straße.  

Das ortsfeste Bodendenkmal ist für die Geschichte der Stadt Ennepetal von Bedeutung, da Straßen im Mittelalter die einzige Außenverbindung der Siedlungen gewesen sind und der Personenverkehr und alle Waren auf diesen Straßen transportiert werden mussten. Für eine Erhaltung und Nutzung des ortsfesten Bodendenkmals liegen wissenschaftliche Gründe vor. Es handelt sich bei ihm um eine Quelle, deren mögliche archäologische Auswertung neue und weitergehende historische Erkenntnisse bringen kann, die auf keinem anderen Wege gewonnen werden können.

 

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