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Erzbergwerk Bilsteiner Berg

Eingetragen sind: 1. Das Stollenmundloch des „oberen Stollen“ 2. das Stollenmundloch des „alten Stollen“ 3. das Stollenmundloch des „teifen Stollen“ 4. ein Schutzbereich, welcher vorhandene Halden, Pingen und einen Luftschacht sowie Bauwerksreste einfasst.  

Der Schutzbereich ist in der vorhandenen Topografie abgrenzbar und beinhaltet auch die Stollenmundlöcher. Die Unterschutzstellung soll lediglich der Konservierung der bodengeschichtlichen Zeugnisse des ehemaligen Bergbaus dienen. Eine Aktivierung des Bereiches im Sinne eines Schaubergwerkes scheidet ganz entschieden aus.  

Für die Eintragung des Erzbergwerkes „Bilsteiner Berg“ sprechen kulturgeschichtliche Gründe. Das Erzbergwerk liegt außerhalb der Klassischen Bergbauregionen und hat aufgrund seiner räumlichen Zusammenhänge Bedeutung für die Stadt Ennepetal.  

Im Bilsteiner Berg wurde bereits vor 1600 mit Hilfe von primitiven Schachtanlagen im Tagebau Eisenerz gewonnen. Um 1790 lebte der Erzbergbau im Stollen „Johannes“ (bestehend aus den zuvor unter 1. bis 3. genannten Stollen) wieder auf. 1825 wurde dieses Eisensteinbergwerk an den heimischen Industriepionier Friedrich Harkort verliehen, der das hier geförderte Erz für seinen 1826 eingerichteten Hochofen auf der Burg in Wetter, dem ersten im gesamten Ruhrgebiet, verwandte. Weitere Verleihungen sind im Bergamt Siegen für 1856 (Bergwerksfeld Bilstein) und 1918 (Feld Siegfried) nachgewiesen. Die Abbautätigkeit im Bilsteiner Berg endete 1919, als von den Klöcknerwerken in Hagen-Haspe ein Restbestand von 300 - 400 Tonnen Brauneisenstein für die Hasper-Hütte abtransportiert wurde.

 

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