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Wilhelmstraße 20

Das zweigeschossige Wohngebäude mit den charakteristischen Eckpavillons ist 1849 von dem Kaufmann Zeppenfeld-Baus für ein Kommissionsgeschäft und seine Familie als repräsentatives Wohn- und Geschäftshaus in spätklassizistischem Stil erbaut worden. Das Gebäude nimmt eine bedeutende Stellung innerhalb der im frühen 19. Jahrhundert als Chaussee entstandenen Wilhelmstraße ein. Charakteristisch für den Bautyp des bergisch-märkischen Bürgerhauses ist neben der symmetrischen Gesamtgliederung der mittige Hauseingang mit Oberlicht, flankierenden Dielenfenstern und in diesem Fall verziertem Balkon über der Eingangstür (wird wieder hergestellt) sowie die Holzgesimsprofilierung und die Verschieferung. Der Bürgerhaustyp wird bei dem Haus Wilhelmstraße 20 durch die Anordnung der flankierenden Ecktürme auf der Eingangsseite aber besonders abgewandelt und hat dadurch Seltenheitswert. Hierbei mag das 1822-24 für den Wissenschaftler Humboldt von dem Architekten Karl-Friedrich Schinkel umgebaute Tegeler Schloss (mit Türmen an allen 4 Ecken) in der preußischen Hauptstadt von Einfluss gewesen sein. Das Gebäude ist nach Einstufung des Westfälischen Amtes für Denkmalpflege von besonderer örtlicher Bedeutung.

Für die Erhaltung sprechen in erster Linie kunstgeschichtliche und städtebauliche Gründe.

 

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