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Voerder Straße 86

Der viergeschossige, traufenständige Putzbau wurde im Zusammenhang mit der Eckbebauung Voerder Straße / Berninghauser Straße 1909 von dem Bauherrn F. Balschau im Stil des sogenannten Traditionalismus errichtet. Das Gebäude schließt in gleicher Trauf- und Geschosshöhe an die markante Eckbebauung an. Prägendes Fassadenelement ist der große Mittelgiebel in Zierfachwerk mit sichtbarer Balkenlage und verschaltem Ortgang. In den Mittelgiebel einbezogen ist ein zweiter, aus der Fassade hervortretender, asymmetrisch angeordneter Giebel, der von einem, teils rechteckigen, teils abgeschrägten Erker getragen wird. Gebäudeecken und Mittelgiebel werden durch gequaderte Putzlisenen eingefasst. Die erhaltenen Holzsprossenfenster treten in unterschiedlichen Hahnenformen auf: als Stichbogenfenster, Rechteckfenster, abgerundete Rechteckfenster und Rundbogenfenster. Die Fensterrahmungen bestehen teilweise aus schlichten Stuckrahmungen, einige mit Schlussstein, einige mit Ohrenrahmung. Im putzgequaderten Erdgeschoss sind der Hauseingang und die abgerundeten Schaufenster erhalten Das Gebäude hat einen hohen städtebaulichen Ensemblewert zusammen mit der markanten Eckbebauung an der Kreuzung Voerder Straße / Berninghauser Straße. Für die Erhaltung und Nutzung spricht neben dem städtebaulichen Wert noch der kunstgeschichtliche Wert für den stilistisch gut erhaltenen Gründerzeitbau des Traditionalismus.


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