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Voerder Straße 82

Das markant an der Ecke Voerder Straße / Berninghauser Straße gelegene viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus wurde zu Anfang des 20. Jahrhunderts im Stil des sogenannten Traditionalismus, was hier bedeutet – Historismus mit lokalen, bergischen Einflüssen – von dem Bauherrn E. Dörnen errichtet. Der gesamte Bau ist achsensymmetrisch auf die Straßenkreuzung ausgerichtet. Das große Mansarddach in Schieferdeckung wird an beiden Straßenseiten durch große Mansardziergiebel mit kräftiger Ortgangprofilierung unterbrochen. In der Spitze des Ziergiebels befindet sich ein Rundbogenfenster mit verspielter Sprossenteilung im Empire-Stil, wie an Großbürgerhäusern des Bergisch-Rokoko. Darunter sind jeweils drei Fenstererker angeordnet, die ihrerseits aus drei erhaltenen geschwungenen Holzsprossenfenstern bestehen. Unterhalb der Mitte der Mansardziergiebel sind die beiden Obergeschosse durch Runderker und Stuckpilaster in Quaderform gegliedert. Die im oberen Teil geschwungenen Fenster sind am ganzen Gebäude in Sprossengliederung erhalten, an den beiden Hauptgeschossen mit geschwungener Verdachung und bergisch-grünen Schlagläden. Der Eingang in Ecklage zu dem im Erdgeschoss befindlichen Laden wird von stilisierten dorischen Säulen flankiert. Das Gebäude ist von hohem stadtgestalterischem Wert für das Milsper Ortsbild. Für die Erhaltung und Nutzung sind kunstgeschichtliche und städtebauliche Gründe maßgebend. Das Eckhaus hat im Zusammenhang mit der anschließenden Bebauung in der Voerder und Berninghauser Straße einen hohen Ensemblewert.

 

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