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Voerder Straße 38

Die Villa wurde 1906 im traditionalistischem Landhausstil nach einem Entwurf des Architekten Peter Nau für den Fabrikanten Richard Wirth errichtet. Der zweigeschossige Putzbau mit Zierfachwerk befindet sich freistehend erhöht gelegen und um ca. 7 m gegenüber der sonstigen Bauflucht zurückgesetzt auf einem parkartigen Grundstück. Die reichhaltig gegliederte Dachlandschaft weist versetzte Firste, Ziergiebel und neben dem Hauseingang einen achteckigen Eckturm mit geschwungenem Helmdach auf. Der straßenseitige Ziergiebel ist im Giebeldreieck mit Zierfachwerk versehen. Dem Eckturm vorgelagert ist ein Erker auf kräftig ausgebildeten Konsolen mit geschwungenem Dach. Die Fenster in Rechteck- und Rundbogenformen sind in zeitgemäßer Sprossengliederung erhalten. Straßenseitig haben die Obergeschossfenster grüne Schlagläden. Auf der rückwärtigen Gartenseite ist nach Süden ein Wintergarten orientiert.  

Zum Hauseingang mit Rundbogentür, Natursteingewänden, Schlussstein und Initialen der Eigentümer führt eine zweiteilige Treppenanlage. Die straßenseitige Einfriedung besteht aus Natursteinmauerwerk mit schmiedeeisernem Geländer; der Hauseingang ist durch einen spitzigen Rundbogen, ebenfalls mit zeitgemäßem Schmiedeeisengitter, hervorgehoben. Nach Westen ist in der straßenseitigen Einfriedigung ein Gartenhaus mit geschwungenem Zeltdach integriert.  

Als Baudenkmal ist eingetragen:

die ehemalige „Villa Wirth“ mit folgenden historischen Ausstattungsstücken:

  • Kamin in der Obergeschoss
  • eingebauter Ofen im Herrenzimmer im ersten Obergeschoss
  • Holzvertäfelungen
  • fest eingebaute Bank in der Halle
  • Marmor-Bodenbelag
  • Wandfliesen in der Garderobe
  • hölzerne Wandverkleidung im Treppenhaus einschließlich Geländer und Kellergitter
  • farbiges Glasbild (Mehrscheibentechnik) im Fenster der Halle
  • Balkendecke und Stuckdecke im Erdgeschoss
  • Stuckdecke und Holzbalken im Treppenhaus
  • Haupteingangstür
  • Zimmertüren einschließlich Schiebetür - ausgenommen die Tür zur Dienstbotenwohnung
  • Pendelleuchten im Wohnraum, schmiedeeiserne Pendelleuchte im Treppenhaus, Mittelleuchte im Treppenhaus
  • Treppenaufgang zum Dienstbotenbereich.

 Die Einfriedungsmauer mit Pavillon, Tor und Gitter - ausgenommen der im Oktober 1987 abgebrochene Mauerteil in einer Länge von ca. 7 m.

 

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