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Schwarzer Weg 16

Die Villa Schwarzer Weg 16 wurde 1907 von dem Fabrikanten Theodor Hesterberg nach einer Planung des Architekten Peter Nau errichtet. Der prunkvolle zweigeschossige Putzbau ist oberhalb der Fabrik am Hang gelegen und wird über eine bekieste, baumbestandene Zufahrt vom Schwarzen Weg erschlossen. Eine reichhaltige Dachlandschaft erhebt sich über den langgestreckten Baukörper. Die beiden talseits gelegenen Schauseiten sind mit großen geschwungenen Ziergiebeln versehen, der Hauseingang wird durch einen runden, im Dachgeschoss achteckigen Turm mit gekröpfter Kuppel und Turmspitze markiert. Alle Fenster weisen Stuckrahmungen auf, teilweise mit reichhaltigem Ornament. Die Rundbogenfenster im ersten Obergeschoss sind weitgehend in Gruppen zusammengefasst. Nach Osten orientiert sich ein zierlicher Wintergarten über einer erdgeschossigen Auslucht: zur Eingangsseite besteht eine pfeilerbestandene halbrunde Auslucht mit dekorierter Brüstung. Im Eckturm befindet sich der breite Rundbogenhauseingang mit weit geschwungenem Vordach auf Pfeilern mit plastisch geformten Kopfstücken und Sockeln.
Es handelt sich bei dem im Stil des Historismus mit neubarocken Einflüssen errichteten Gebäude um eine der prächtigsten Fabrikantenvillen im Stadtgebiet. Die Villa mit Parkanlage legt Zeugnis ab über die Entwicklung der örtlichen Arbeits- und Produktionsverhältnisse. Für die Erhaltung und Nutzung sprechen in erster Linie künstlerische Gründe (aufwendige und anspruchsvolle Gründerzeit - Architektur) sowie städtebauliche Gründe (stadtbildprägendes Gebäude in erhöhter Lage am Hang).

 

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