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Kölner Straße 84

Das Wohngebäude wurde 1908 nach einem Entwurf des Architekten Peter Nau für den Fabrikanten Rudolf Rentrop im traditionalistischem Landhausstil auf einem parkähnlich angelegten Grundstück errichtet. Der zweigeschossige Putzbau auf hohem Bruchsteinsockel weist einen großen Fachwerkziergiebel und einen runden Eckturm mit spitzer Haube zur dominierenden Straßenschauseite auf. Die Straßenfassade wird ferner durch Verschieferung und eine Loggia im 1. Obergeschoss sowie durch eine achteckige Auslucht im Erdgeschoss baugestalterisch hervorgehoben. Am ganzen Gebäude sind feingearbeitete Holzsprossenfenster, im Bereich der Verschieferung mit Holzschlagläden erhalten. Der Hauseingang mit feingeschnitzter Eichenholztür (Initialen J. H., vermutlich für Julius Herring) befindet sich auf der Nordseite des Gebäudes. Im ebenfalls gut bewahrten Gebäudeinneren sind besonders erwähnenswert: die repräsentative Eingangsdiele mit offenem Kamin, das holzvertäfelte Herrenzimmer, ein nach Südwesten orientierter Wintergarten sowie das zur Voerder Straße orientierte Badezimmer im Dachgeschoss mit dem großen, dreiflügeligen Holzsprossenfenster. Aufgrund der erhöhten Lage im Straßenkreuzungsbereich von Kölner Straße und Voerder Straße hat die Villa stadtbildprägende Wirkung. Die Fabrikantenvilla legt ferner Zeugnis ab für die Entwicklung der hiesigen Arbeits- und Produktionsverhältnisse.  

Für die Erhaltung und Nutzung sprechen kunstgeschichtliche und städtebauliche Gründe.


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