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Haus Heilenbecke

Das Haus Heilenbecke wurde 1784/85 (Schieferinschrift) von dem Baumeister Eberhard Haarmann aus Breckerfeld für den Rezeptor (Steuereinnehmer) und wohlhabenden Hammerwerksbesitzer Johann Peter Heilenbeck im Herrschaftlichen Stil des Bergisch Rokoko erbaut. Der älteste Teil hat einen quadratischen Grundriss und einen sowohl zur Straße als auch zur Gartenseite ausgerichteten geschweiften Mittelgiebel, der zur Straßenseite mit Ladeluke, Ladebaum und seitlichen Fenstern versehen ist. Der prächtige Haupteingang befindet sich auf der Gartenseite (ursprünglich Bleichwiese). Er weist eine geschnitzte Eingangstür mit reich verziertem Oberlicht und flankierenden Dielenfenstern auf. Die Gartenfront hat sechs Fensterachsen, wobei sämtliche Fenster in feiner Holzsprossenteilung mit bergisch-grünen Schlagläden erhalten sind. Das Hauptgebäude wurde ca. 1830/40 nach Norden in einem bescheideneren, angepassten Stil erweitert. Auch das Gebäudeinnere spiegelt den Charakter eines sehr gut erhaltenen und gepflegten wohlhabenden Bürgerhauses des späten 18. Jahrhunderts wieder (u.a. ersichtlich in der Eingangsdiele, an den Stuckdecken und im Mobiliar). Anstelle eines früheren Reckhammers südlich des Hauptgebäudes wurde 1919 von dem Architekten Peter Nau in traditionalistischer Anpassung ein Fuhrmannshaus mit Mansarddach, geschweifter Mittelgaube und Sprossenfenstern errichtet. Daneben befindet sich ein schlichtes Fachwerk- und Schieferhaus, das im 19. Jahrhundert als Arbeiterwohnhaus der benachbarten Firmen Franz Hesterberg und Söhne errichtet wurde. Zu der Gesamtanlage (Schutzbereich) gehört ferner noch die barocke, quadratisch angelegte Teichanlage im Garten sowie der aus dem 18. Jahrhundert (Wetterfahne 1738) stammende Gartenpavillon. Die Gesamtanlage als Mehrheit von baulichen Anlagen und einer Gartenanlage stellt ein herausragendes Baudenkmal von überörtlicher Bedeutung dar. Das Haus Heilenbecke mit Nebenanlagen ist von hervorragender orts- und baugeschichtlicher Bedeutung.  

Für die Erhaltung und Nutzung sprechen in erster Linie baukünstlerische und städtebauliche Gründe.

 

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