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Heilenbecker Straße 103

Die zweigeschossige, verputzte Villa wurde 1907 von dem Architekten F. Hüsgen für den Fabrikanten R. Brackelsberg errichtet. Die Villa steht inmitten eines parkartig angelegten Grundstückes nahe der Heilenbecke nördlich der dazugehörigen Fabrik. Die bekieste Zufahrt wird von zwei ornamentierten Pfeilern flankiert. An der nordwestlichen spitz zulaufenden Grundstücksgrenze befindet sich ein offener, stilistisch angepasster Gartenpavillon, der das Grundstück zur Heilenbecke und zur Landstraße begrenzt. Es handelt sich um einen reinen Jugendstilbau, dessen florale und ornamentale Stuckgliederungen das gesamte Gebäude umfassen. Das spitze, ziegelgedeckte Walmdach wird malerisch gegliedert durch asymmetrisch angeordnete Krüppelwalmziergiebel über runden Ausluchten. Giebeldreiecke, Dachgesims und Rundbogenfenster sind besonders reichlich mit Jugendstil-Dekor versehen, der farblich akzentuiert ist. Die Holzfenster sind mit Sprossenteilung oberhalb der Kämpfer und in den zierlichen Dachgauben erhalten. Die Fabrikantenvilla legt Zeugnis ab über die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse. Es liegen kunst- und baugeschichtliche Erhaltungsgründe vor, da es sich um einen unverfälscht erhaltenen Jugendstilbau handelt mit hoher handwerklicher und baukünstlerischer Qualität im Detail und in der Gesamterscheinung, überdies weist der Jugendstilbau Seltenheitswert auf.

 

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