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Bismarckstr. 21 (Rathaus)

Das 1911 von dem Architekten Gustav Wenner im Stil des Neubarock errichtete Gebäude diente ursprünglich der am Kohlstadts Hammer ansässigen Schraubenfirma Bödecker, Ebbinghaus & Co. als Mädchenheim für junge Arbeiterinnen. Von 1937 bis 1949 wurde das Gebäude als Amtshaus des Amtes Milspe-Voerde genutzt; seit 1949 ist es Rathaus der Stadt Ennepetal. Der zweigeschossige, nahezu achsensymmetrische Putzbau steht auf einem hohen Bruchsteinsockel in exponierter Lage (erhöhte Platzierung mit der Schauseite zum Ennepetal) und wird von einem Mansarddach in roten Ziegeln bedeckt. Neben dem breiten, geschwungenen Mittelgiebel, der durch in Voluten auslaufende Ortsgangleisten bekrönt wird, tragen zwei weitere Ziergiebel sowie die gequaderten Ecklisenen mit Gesimsprofilierungen zur Gliederung der Fassade bei. Zwischen den äußeren Fensterreihen befinden sich im Obergeschoss Ornamentplatten (figürliche Plastiken); im Erd- und im Untergeschoss sind die Fensterreihen verdoppelt und die Gewände in stilisierter Rustikaquaderung ausgeführt. Das Eingangsportal ist mit einem Dreiecksgiebel auf Konsolen über gequaderten Stuckpilastern ausgebildet. Auf der Südwestseite befindet sich ein auf Rundsäulen aufgeständerter halbrunder Erker.  

Das Gebäude hat ortsgeschichtliche Bedeutung, es bestehen kunstgeschichtliche sowie städtebauliche Erhaltungsgründe.

 

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