Rathaus
Die Bürger in der Stadt / Voerde

1. Kann der Teich nicht als Regenrückhaltung genutzt werden?

Antwort:
Eine Teichanlage kann in Abhängigkeit von ihrer Größe nur bedingt als Regenrückhaltung im Rahmen des Hochwasserschutzes genutzt werden. Die notwendigen Staupotentiale lassen sich nur in grundsätzlich leeren Rückhaltebecken darstellen.

2. Wurde, obwohl die Hochwasserproblematik im Hülsenbecker Tal spätestens seit 2014 bekannt ist, seitens der Stadtbetriebe nichts unternommen ?

Antwort:
Die Einlaufsituation der Hülsenbecke am unteren Ende des Tales in die Verrohrung, die unter den Wohngebäuden, Stallungen und dem Parkplatz der Fa. Bharat Forge verläuft, wurde im Jahr 2015 neu gestaltet und erheblich verbessert. Gleichzeitig wurden die Planungen des Hochwasserschutzes im Hülsenbecker Tal und damit zusammenhängend im Bereich des Loher Tales und der Ennepe in diesem Einzugsbereich zusammen mit der Unteren Wasserbehörde mehrfach erörtert und Vorgehen und Entwicklungsmöglichkeiten besprochen. Darüber hinaus wurden in den Wirtschaftsplan der Stadtbetriebe Haushaltsmittel in Höhe von 50.000 € für die Planung der notwendigen Maßnahmen für das Jahr 2016 bereitgestellt, die allerdings jetzt für die Maßnahmen der Gefahrenabwehr neben den zusätzlich bereitgestellten Mitteln in Höhe von 200.000 € verbraucht werden müssen.

3. Gibt es wieder einen Teich ?

Antwort:
Ja – die wasserrechtlichen Voraussetzung erfüllend und bei Vorliegen einer politischen Willensbildung bzw. der Beauftragung der Stadt / der Stadtbetriebe. Hier herrscht Einvernehmen zwischen der Unteren Wasserbehörde und der Stadt Ennepetal. Darüberhin bietet ein neues Dammbauwerk die Möglichkeit, den Anforderung an die technische Instandhaltung und den Gewässerschutz und der Gewässerpflege einfach und damit kostengünstig nachzukommen.

3. Wann wird geplant?

Antwort:
Die Planungen für das Hülsenbecker Tal begannen mit einer Bürgerinformation am 13.02.2016 im Hülsenbecker Tal und werden kontinuierlich fortgesetzt. Dazu werden die notwendigen Planungen hinsichtlich Hochwasserschutz und „Durchlässigkeit von Gewässern“ mit den Plänen und Wünschen aus Politik und Einwohnerschaft zusammengeführt und auf rechtliche und technische Machbarkeit geprüft. Im Rahmen dieser Planung wird auch das Thema Teich intensiv behandelt und weitestgehend berücksichtigt.

4. Wird das Hülsenbecker Tal jetzt zugebaut ?

Antwort:
Nein – Es handelt sich um eine Landschaftsschutzgebiet und ein anerkanntes Naherholungsgebiet. Dieser Charakter soll erhalten und gestärkt werden.

5. Fließen die Anträge von Bürger und Parteien (Stichwort: Barfußpfad, Kneippwege) mit in die Planungen ein ?

Antwort:
Diese Anträge und Hinweise fließen mit den weiteren Ideen in die Planung zur Neugestaltung des Hülsenbecker Tales mit ein.

6. Wie alt sind die Teichanlagen ?

Antwort:
Hierüber sind keine gesicherten Informationen verfügbar. Allenfalls kann im Zusammenhang mit der Industrialisierung des Tales der Ennepe (sh. Ahlhauser Hammer) hergeleitet werden, ab wann die Nutzung der Wasserkraft über Teichanlagen erfolgte.

7. Wo ist der Schwan geblieben ?

Antwort:
Der Schwan auf dem oberen Teich des Hülsenbecker Tals wurde durch den städtischen Tierpfleger eingefangen, damit das Tier nicht weiterem Stress durch Baulärm und Baufahrzeuge ausgesetzt wird.
Er wurde für die Dauer der Arbeiten zu Thorsten Kestner in dessen Wildvogel-Auffangstation Paasmühle in Hattingen verbracht. Thorsten Kestner betreut zur Zeit rund 1.000 Wildvögel, darunter 80 Schwäne, die auf drei Teichen leben.

8. Was ist mit den Fischen aus dem oberen Teich passiert ?

Antwort:
Im Rahmen der Vorsorgemaßnahmen vor der Absenkung des Wasserspiegels im oberen Teich im Hülsenbecker Tal wurden die Fische in den unteren Teich umgesetzt.
Die hierfür erforderliche Genehmigung der sogenannten "Abfischung von ganzjährig geschonten Fischen" hat die Obere Fischereibehörde mit Sitz bei der Bezirksregierung in Arnsberg erteilt.
Die Art der Abfischung schreibt die Untere Fischereibehörde, angesiedelt beim Ennepe-Ruhr-Kreis in Schwelm, vor. Die ebenfalls vorliegende Genehmigung erlaubte  eine Elektrobefischung. Damit werden durch geringe Stromspannungen die Fische betäubt und können abgefischt umgesetzt werden. Dort erholen sie sich dann rasch.
Das Abfischenhat mit Sach- und Fachverstand der Sportfischerei-Verein Ennepetal e.V. übernommen. Dabei gingen den vereinsmitgliedern 98 Fische ins Netz.
Mit allen Maßnahmen zusammen haben Stadt und Stadtbetriebe eine zulässige und fachgerechte Umsetzung der Fische aus dem oberen Teich in den unteren Teich im Tal der Hülsenbecke gewährleistet.

9. Wo sind die Laufenten geblieben ?
Die Laufenten befinden sich nun auf dem unteen Teich. In den ersten Tagen nach Ablassen des oberen Teiches sind sie noch in diesem Bereich "unterwegs" gewesen, haben sich aber zwischenzeitlich mit ihrem neuen Zuhause angefreundet.

 

 

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