Vom Staub der Jahrhunderte befreit: Kluterthöhle erstrahlt in neuem Glanz


Geben den neuen Bauabschnitt frei: v.l. Stefan Voigt, Arbeitskreis Kluterthöhle, Bürgermeisterin Imke Heymann, Landtagsvizepräsident Eckhardt Uhlenberg, Dr. Klaus Steuerwald, Geologischer Dienst NRWBundestagsabgeordnete Cemile Giousouf, Volker Rauleff, stv. Aufsichtsratsvorsitzender der Kluterthöhle und Freizeit GmbH, Friedrich Wilhelm Wagner, Bezirksregierung Arnsberg, Florian Englert, Geschäftsführer der Kluterthöhle & Freizeit GmbH

Die Säuberungs- und Renaturierungsarbeiten des 2. Bauabschnittes in der Kluterthöhle sind erfolgreich abgeschlossen worden. 540 Schubkarren voller  Bauschutt und Erdreich (insgesamt 30 m³) sowie 2 m³ Kabel, Leitungen und Leuchten wurden aus der Höhle entfernt und entsorgt. 30 Stufen sowie zahlreiche Einbauten konnten ebenfalls beseitigt werden, um den Führungsweg barrierefreier zu gestalten. Einige Wegabschnitte wurden bei den Maßnahmen abgestoßen und renaturiert. Die Wände der Höhlenbereiche zwischen „Gralsburg“ und „Schlüssellochgang“ wurden zudem intensiv gesäubert, sodass ein wunderbares Relief aus zahllosen Korallen, Stromatoporen (ausgestorbene, koloniebildende Meerestiere) und anderen Riffbewohnern freigelegt worden ist - ein für Europa einmaliges geologisches Szenario.

Bürgermeisterin Imke Heymann, Höhlen-Geschäftsführer Florian Englert und der Vorsitzende des Arbeitskreises Kluterthöhle e.V., Stephan Voigt, erkundeten die Höhle nun gemeinsam bei einem Rundgang mit Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg, der für den Vorstand der NRW-Stiftung nach Ennepetal reiste.

Bei den Arbeiten konnte auch eine neue, energieeffiziente  LED-Beleuchtung installiert werden, die die Höhle in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt. „Die geologischen Strukturen, Felsformationen und der faszinierende dreidimensionale Riffaufbau kommen nun in einmaliger Weise zur Geltung“, freut sich Stefan Voigt. Die Arbeiten erstreckten sich über drei Monate und wurden von Presse, Funk und Fernsehen mit großem Interesse begleitet. Die Mitglieder des Arbeitskreises entdeckten parallel dazu neue, mit Tropfstein geschmückte Höhlengänge mit einer Gesamtlänge von 21 Metern. Damit erhöht sich die Ganglänge der Kluterthöhle auf 5800 Meter. Im Bereich zwischen „Bierkeller“ und „Fuchsbau“ wurden zusätzlich mehrere verschüttete Gangpassagen von Spielzeugen und kleineren Fundsachen freigeräumt.

Die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege ermöglichte die Durchführung der Arbeiten, als sie im Frühjahr 2016 dem Arbeitskreis Kluterthöhle einen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro für die Sanierung und Renaturierung der Höhle gewährte. „Die Kluterthöhle & Freizeit GmbH ist der NRW-Stiftung daher zu besonderem Dank verpflichtet. Wir  würden uns sehr darüber freuen, wenn sich die erfolgreiche Zusammenarbeit zukünftig fortsetzen lässt“, so Florian Englert, Geschäftsführer der Kluterthöhle & Freizeit GmbH.

Neue geologische Führung

Damit Besucher das einzigartig gut erhaltene Korallenriff erleben können, hat die Kluterthöhle & Freizeit GmbH eine neue geologische Führung entwickelt. Der neue Führungsweg ist mit ca. 75 Min. deutlich länger als die Normalführung und führt auch durch die neu sanierten Höhlenbereiche. Einige Überraschungen erwarten die Gäste: Ehemals verschüttete Bachläufe des Höhlensystems wurden freigelegt.  Zudem stellt die neu installierte Multimedia Show im Bereich des gewaltigen Tiefenbachganges den Höhepunkt der neuen Führung dar.

Die neuen Führungen bietet die Kluterthöhle & Freizeit GmbH ab März 2017 an. Weitere Informationen erhalten Sie in der Touristinfo im Haus Ennepetal unter der Telefonnummer: 02333 988011.