"Das Rathaus wird mir fehlen"


Abschied im Ennepetaler Rathaus. v.l.: Fachbereichsleiter Stephan Langhardt, Hans-Martin Heimhardt, Personalratsmitglied Daniel Salewski, Ehefrau Ute Heimhardt, Personalchef Tim Strathmann, Bürgermeisterin Imke Heymann und Stadtbrandmeister Frank Schacht

Seinem allerletzten Termin im Dienstzimmer von Bürgermeisterin Imke Heymann hatte heute der städtische Personalratsvorsitzende Hans-Martin Heimhardt in eigener Sache:

Am heutigen Freitag wurde er in den Ruhestand verabschiedet.

Der gelernte Modellschlosser trat 1981 als Rettungssanitäter in den Dienst der Stadt Ennepetal, in die Freiwillige Feuerwehr war Heimhardt bereits 1974 eingetreten. 1987 legte er die Laufbahnprüfung für den feuerwehrtechnischen Dienst ab. Sechs Jahre später wurde er zum stellvertretenden Wachabteilungsleiter ernannt und übernahm auf Kreisebene die Maschinistenausbildung der Feuerwehrleute. 2010 folgte dann die Ernennung zum Wachabteilungsleiter.

Seit dem Jahr 2000 engagierte er sich im städtischen Personalrat und wurde 2008 zum Personalratsvorsitzenden gewählt. Im April 2013 hängte er seinen Feuerwehrhelm an den Nagel und ließ sich für die Personalratsarbeit freistellen.

Erst kürzlich feierte der Vater zweier erwachsener Kinder seinen 60. Geburtstag.

In Ihren Abschiedsworten ging Bürgermeisterin Imke Heymann deshalb auf sein Sternkreiszeichen ein und zog Parallelen. „Zwillingen sagt man nach, kommunikativ, aufgeschlossen und neugierig auf Neues zu sein. Sie sind lebhaft, interessieren sich für die unterschiedlichsten Themenbereiche und lieben Tiere. Ich finde, dies beschreibt Dich sehr gut“, so Heymann.

Langeweile wird im Hause Heimhardt in Zukunft wohl nicht aufkommen. Sein Hund Arthus freut sich schon auf längere Spaziergänge durch die heimischen Wälder. Auch seiner Passion für die Jagd wird er sich zukünftig verstärkt widmen können. Seine fünf Enkelkinder haben ebenfalls bereits Bedarf für mehr Zeit mit ihrem Opa angemeldet.

„Das Rathaus wird mir fehlen“, zog der zukünftige Pensionär ein Resümee. „Ich habe einen handwerklichen Beruf erlernt, durfte dann meine Leidenschaft für die Feuerwehr beruflich ausleben und habe mich in den letzten Jahren an den Schreibtisch gesetzt und mich für die Belange der Kolleginnen und Kollegen eingesetzt“.

Auf Schreibtischarbeit wird Hans-Martin Heimhardt auch künftig nicht ganz verzichten müssen. Er ist Vorsitzender des Voerder Heimatvereins. Und der richtet gerade auf der Lindenstraße eine Geschäftsstelle ein. Dort wird er zukünftig wohl öfter anzutreffen sein.