Das Erbe bewahren


v.l.: Friedrich Rothenberg, Vorsitzender des Heimatvereins Rüggeberg, Bürgermeisterin Imke Heymann, Theo Bicking, Vorsitzender des Heimatvereins Milspe, Heimatbund-Geschäftsführer Stephan Langhard, Stadtarchivarin Frauke Blum, Dr. Hubert Köhler

Haben Sie in den letzten Jahren Ihren Keller oder Dachboden entrümpelt? Falls ja, gab es bestimmt Dinge von denen Sie sich getrennt haben, weil sie seit Jahren einstaubten und Platz wegnehmen.

Aber haben Sie auch daran gedacht, dass diese Gegenstände vielleicht ein Stück der Stadtgeschichte Ennepetals sein könnten oder sein werden?

Eine Initiative der Heimatvereine und des Heimatbundes hat sich jetzt aufgemacht, über eine stadthistorische Sammlung nachzudenken, die Ennepetals Geschichte helfen soll.

Für das Projekt konnte mit Dr. Hubert Köhler ein erfahrener Fachmann gewonnen werden, der 30 Jahre in der wissenschaftlichen Abteilung des LWL-Freilichtmuseums im Mäckinger Bachtal tätig war und kürzlich in den Ruhestand gegangen ist. „Ich bringe gern mein Wissen und meine Erfahrung in ein solches Vorhaben ein“, so Dr. Köhler.

Als Anschauungsobjekt hatten die Beteiligten Schafscheren und Schnibbelbohnenmaschinen anlässlich einer Pressekonferenz mit ins Ennepetaler Rathaus gebracht.

„Wir möchten nicht nur die Gegenstände sammeln und ausstellen, sondern auch die Geschichten dazu erzählen“, sind sich die Organisatoren einig, „uns ist wichtig, dass die Objekte dauerhaft und nachhaltig für kommende Generationen erhalten bleiben“.

Zunächst sollen Ausstellungsstücke gesammelt, dokumentiert und gesichert werden. Dabei können zum einen die Exponate der Initiative übereignet werden, aber auch eine Dauerleihgabe ist denkbar.

Sobald ein Sammlungsgrundstock entstanden ist, wird man über den Ort für eine stadthistorische Dauerausstellung nachdenken. Eine erste Ausstellung könnte z.B. im Stadtarchiv erfolgen.

Dabei gibt es eine klare Abgrenzung zum Industriemuseum, das seinen Fokus auf die Industriegeschichte unserer Region gelegt hat. Man möchte vielmehr Dinge sammeln und ausstellen, die für den Alltag auf den Höfen bzw. in den Familien wichtig waren.

„Wir möchten jetzt anfangen, weil wir uns in der Verantwortung sehen, solche Exponate für die Nachwelt zu erhalten“, so Heimatbund-Geschäftsführer Stephan Langhard.

Die Aktiven des „Stadthistorischen Museums Ennepetal in der Gründung“ freuen sich über jedes Angebot für ihre Sammlung.

Interessenten können sich an Projektleiter Dr. Hubert Köhler, Tel.: 02333 81464, E-Mail: dr.hubertkoehler(at)web.de, oder an Heimatbund-Geschäftsführer Stephan Langhard, Tel.: 02333 979 251, E-Mail: slanghard(at)ennepetal.de, wenden.