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Die Bürger in der Stadt / Voerde

Es werde Licht

Freuen sich über den erfolgreichen Abschluss der Arbeiten: Florian Englert, Geschäftsführer der Kluterthöhle und Freizeit GmbH und Co. KG, Bürgermeisterin Imke Heymann, Eckhardt Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, Dr. Ulrich Pahlke, Direktor des Geologischen Dienstes NRW, Alexander Chrapko, Inhaber der Cave Lighting CL GmbH & Co.KG, die die Beleuchtungsanlageinstalliert hat, Stefan Voigt, Vorsitzender des Arbeitskreises Kluterthöhle

Am Freitagmittag war es soweit: Der dritte und letzte Bauabschnitt der Renaturierungsarbeiten und der neuen Beleuchtung der Kluterthöhle konnte offiziell seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Maßnahme konnte mit maßgeblicher Unterstützung der NRW-Stiftung erfolgreich umgesetzt werden. Deren Präsident, Eckhardt Uhlenberg, war einer der hochkarätigen Gäste aus Wirtschaft , Politik und Gesellschaft bei der feierlichen Eröffnung.

Dem gemeinnützigen Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. und der Kluterthöhle und Freizeit GmbH und Co. KG ist es durch die Förderung der NRW-Stiftung gelungen, die Höhlenwände vom Staub und Schmutz der Jahrhunderte zu befreien.

Am 15. September 2014 begannen die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt; insgesamt wurde die Höhle 19 Monate renaturiert. Im Rahmen der Säuberung wurde ein wunderbares Relief aus zahllosen Korallen, Stromatoporen (ausgestorbene, koloniebildende Meerestiere) und anderen Riffbewohnern freigelegt – ein unglaublicher Fossilienreichtum, der von anerkannten Fachleuten als europaweit einmalig bezeichnet wird.

Während der Arbeiten wurden über 2.750 Schubkarren mit alten Einbauten, Aushub und Elektroschutt per Hand aus der Höhle gebracht und entsorgt.

1.100 neue LED-Leuchten lassen die Höhle nun in einem spektakulären Licht erscheinen.

Die Gesamtlänge der Gänge beträgt jetzt 5.821 Meter weil während der Arbeiten 57 neue Meter neue Gänge freigelegt werden konnten.

Durch die Beseitigung von 34 Stufen ist die Höhle nun so barrierefrei wie möglich gestaltet und erlaubt so auch gehbehinderten Menschen eine Teilhabe.

Der Arbeitskreis Kluterthöhle hat während der Bauzeit die Arbeiten ehrenamtlich unterstützt. So planierten und säuberten die Mitglieder die Wege von Verfüllungen, gruben Kabel der neuen Beleuchtung ein, halfen bei der Beseitigung der alten Beleuchtung und brachten z.B. neue Lampen durch Taucher an. Parallel dazu entdeckten die Mitglieder des Arbeitskreises neue, mit Tropfstein geschmückte Höhlengänge. Das Ennepetaler Unternehmen Gebr. Born Werkzeugfabrikation unterstützte die Kluterthöhle zudem mit der Anbringung eines neuen Geländers aus Edelstahl.

Um die Höhle in einem neuen, energieeffizienten und ökologisch besseren Licht mit LED-Technologie erstrahlen zu lassen, wurde mit finanziellen Mitteln der Kluterthöhle und Freizeit GmbH & Co. KG innerhalb von vier Monaten eine neue Beleuchtung eingebaut. Dadurch ergibt sich eine erhebliche Energieersparnis. Selbst Kenner der Höhle erleben jetzt eine bizarre, neue Unterwelt. Besondere Höhepunkte sind zwei neue Lichtshows mit musikalischer Untermalung.

Die NRW-Stiftung ermöglichte die Durchführung der Renaturierungsarbeiten, als sie im Frühjahr 2016 dem Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. einen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro für die Sanierung und Renaturierung des zweiten Bauabschnittes gewährte. Mit 57.000 Euro förderte die NRW-Stiftung anschließend den dritten Bauabschnitt.