Rathaus
Die Bürger in der Stadt / Voerde

Auf ein Neues

© Barbara Braun/ MuTphoto

(v.l.): Daniel Morgenroth, Marion Kracht, Emma Henrici © Barbara Braun/ MuTphoto

Herzhaft gelacht werden darf bei dem charmanten Gegenwartsstück „Auf ein Neues“, das am Freitag, 30. November, im Reichenbach-Gymnasium aufgeführt wird. An Heilig Abend stolpert Catherine, eine erfolgreiche Mitvierzigerin und alleinerziehende Mutter, vor ihrer Wohnungstür über den abgerissenen und angetrunkenen Herumtreiber Michel, der sich vor der Kälte in das schicke Pariser Haus geflüchtet hatte. Sie wirft ihn erbarmungslos hinaus.
Sarah, ihre 14-jährige aufmüpfige Tochter, die sich vernachlässigt und unterdrückt fühlt, ist empört. Sie beschimpft ihre Mutter als herzloses Monster, das zu keiner Liebe fähig sei. Darüber ist wiederum Catherine empört. Sie holt, um das Gegenteil zu beweisen, den Obdachlosen zurück und lädt ihn ein, Weihnachten gemeinsam mit ihr und der Tochter zu feiern. Schließlich ist es ja vor allem das Fest des Gebens! Und Catherine kann jede Menge geben, vor allem Orientierung.
Witz und Situationskomik entstehen aus dem Zusammentreffen der beiden Schichten und der extrem unterschiedlichen Persönlichkeiten: Seit dem Verlust seines Arbeitsplatzes ist Michels Selbstbewusstsein in den Keller gerutscht. Catherines Plan steht fest: Sie möchte aus diesem verunsicherten und heruntergekommenen Menschen einen Erfolgstypen machen. Erste drakonische Maßnahme: Ab unter die Dusche, ab ins Dienstmädchenzimmer und ab in ein teures modisches Outfit! Dann geht es mit dem Wiedereingliederungsprozess los. Dabei rechnet Catherine nicht damit, dass bei Michel eine eigenständige Persönlichkeit zum Vorschein kommt. Ihre Resozialisierungsversuche führen zu so mancher Katastrophe. Und während ihre Tochter Sarah ein Gefühl der Verbundenheit zu dem väterlichen Michel entwickelt, wird Catherine durch die Begegnung mit seinen ihr völlig gegensätzlichen Lebenseinstellungen allmählich verändert. Antoine Rault zeigt mit "Auf ein Neues" auf satirisch-amüsante Weise den Zusammenhang zwischen Mechanismen sozialen Ab- und Aufstiegs und seelischer Verarmung, aber auch Möglichkeiten, durch eine unerwartete Begegnung ein Füreinander und ein Miteinander zu lernen.
In der Inszenierung wirken zwei bekannte Gesichter mit: Schauspieler Daniel Morgenroth und Schauspielerin Marion Kracht. Die Film- und Fernsehkarriere
von Daniel Morgenroth begann 1993 mit dem Kinofilm „Ich und Christine“ mit Götz George. Seitdem konnte man ihn in unzähligen Produktionen sehen, z.B. „Siska“, „Der letzte Zeuge“, „Ich schenk‘ dir meinen Mann“, „Für alle Fälle Stefanie“ und „Der Alte“. Marion Kracht ist bekannt geworden durch ihre Rolle in der TV-Reihe „Diese Drombuschs“. Bis heute ist Kracht in mehr als 100 verschiedenen TV-, Bühnen- und Kinorollen zu sehen. Vor der Kamera steht sie zum Beispiel für „Das Traumschiff“, „Ein Heim für Tiere“, „Der Havelkaiser“ und „Hallo Robbie!“.
Karten für das Stück sind an der Touristinfo im Haus Ennepetal, an der Rathausinfo, an der Abendkasse und unter www.Reservix.de zwischen 13 Euro und 24 Euro pro Person erhältlich. Einlass ist ab 19:30 Uhr, Beginn der Vorstellung ist um 20 Uhr.