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Die Bürger in der Stadt / Voerde

Schöffenamt

Alle fünf Jahre werden für das Amtsgericht in Schwelm und die Strafkammern des Landgerichts Hagen Schöffinnen und Schöffen gesucht.

Das nächste Bewerbungsverfahren beginnt Anfang des Jahres 2023 für die Amtszeit 01.01.2024 bis 31.12.2028.

Was sind Schöffen?

Schöffen sind ehrenamtliche Richter, die im Gegensatz zu den Berufsrichtern nicht über eine juristische Ausbildung verfügen müssen.
In Strafverfahren besteht ein Schöffengericht aus zwei Schöffen sowie mindestens einem Berufsrichter. Dabei üben die Schöffen und Berufsrichter gleichermaßen das Richteramt in vollem Umfang aus, haben dasselbe Stimmrecht und genießen richterliche Unabhängigkeit.
Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil – gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch – haben die Schöffen daher mit zu verantworten.

In den Strafverfahren der Amts- und Landgerichte ist es insbesondere die Aufgabe der Schöffen - neben der rein juristischen Sichtweise - die Lebenswirklichkeit in die Urteilsfindung mit einfließen zu lassen. Die Schöffinnen und Schöffen sollen unbeeinflusst in die Sitzungen gehen und sich allein von dem Eindruck der Hauptverhandlung leiten lassen. Aus diesem Grund ist ihnen ein Blick in die Gerichtsakten nicht gestattet. Schöffen haben allerdings vor Verhandlungen das Recht, über alle relevanten Aspekte unterrichtet zu werden. Juristische Begriffe und Probleme müssen ihnen erläutert werden.
Während der Verhandlungen haben Schöffen die Möglichkeit, Zeugen, Sachverständige und Angeklagte zu befragen. Sie entscheiden letztlich gemeinsam mit dem Berufsrichter über die Schuld- und Straffragen des jeweiligen Verfahrens.

Wie lange „arbeitet“ ein Schöffe?

Die Schöffinnen und Schöffen werden für fünf Jahre gewählt. Die nächste Amtszeit beginnt am 01.01.2024 und endet am 31.12.2028.
Wie oft Sie in dieser Zeit eingesetzt werden hängt davon ab, ob Sie zum Hauptschöffen oder Hilfsschöffen gewählt wurden. Hauptschöffen sollen möglichst zu zwölf Sitzungstagen pro Jahr herangezogen werden. Die Hilfsschöffen haben die Aufgabe, die Hauptschöffen bei Krankheit oder sonstigem Ausfall zu ersetzen.
Die tatsächliche Dauer einer Verhandlung vor Gericht hängt von vielen Faktoren ab und kann nicht vorhergesagt werden. Grundsätzlich sollten Schöffen sich auf mehrstündige Einsätze vorbereiten und zu deren Wahrnehmung auch gesundheitlich in der Lage sein.
Sowohl für Hauptschöffen als auch für Hilfsschöffen gilt, dass sie zur Teilnahme an den zugeteilten Sitzungen verpflichtet sind. Ein Fernbleiben ist nur aus wichtigen Gründen möglich und mit Genehmigung des vorsitzenden Richters zulässig.

 

Ansprechpartner

Frau K. Schlünder

Für Schöffinnen und Schöffen kschluender(at)­ennepetal.de 02333 / 979 117Adresse | Details

Herr J. Otto

jotto(at)­ennepetal.de 02333 / 979 120Adresse | Details