Von Wildbienen und Blüten: das geheime Leben der fliegenden Einsiedler

Elke Zach-Heuer erläutert Nistmaterialien für Wildbienen

„Einem Garten, in dem man nicht das tiefe Summen und Brummen der Hummeln hört, fehlt etwas ganz Wichtiges.“ So begann der spannende Vortrag über die Wildbienen von der Biologin Elke Zach-Heuer. Eingeladen zu der Veranstaltung hatte die Stadt Ennepetal. Frau Dr. Cordula Tomaschewski freute sich über 40 Zuhörer, die in die Biologische Station nach Ennepetal gekommen waren.

Die Wildbienen leben im Gegensatz zu unserer „domestizierten“ Honigbiene meist einzeln und eher heimlich. Sie sind wenig bekannt, haben jedoch eine ebenso große Bedeutung für die Bestäubung vieler Wild- und Kulturpflanzen. Die mehr als 500 Bienenarten haben fast jeden Lebensraum für sich entdeckt. Sie nisten je nach Art in Sandwegen oder Steilhängen, in Fugen, in Totholz, in Hohlräumen. Neben den Nistmöglichkeiten und -materialien müssen aber auch die Nährpflanzen über das Jahr verfügbar sein. Gefüllte hoch gezüchtete Blüten locken zwar Bienen an, bieten aber selten Nektar und Pollen als Kraftstoff für die hungrigen Insekten. Hier ist jeder Gartenbesitzer gefragt, statt friedhofsähnlichem aufgeräumten Einheitsgrün das ganze Jahr heimische Blütenpflanzen wachsen zu lassen.

Auch das Vorurteil gegenüber den Wespen konnte entkräftet werden. Wespen sind ein wichtiges Regulativ und Gesundheitspolizei in der Natur, denn sie vertilgen auch Aas. Ihre Brut füttern sie mit Insekten und Spinnen.

Nach dem Vortrag hieß es für die Teilnehmer: Selber tätig werden! Mit viel Begeisterung entstanden Niströhren aus Ton, Schilf und Bambus. Eine neue Sicht auf den Körperbau der anmutigen Insekten brachte der Blick durch die Stereolupe.

Tatkräftig unterstützt wurde die Aktion von Mitgliedern aus Elke Zach-Heuers Arbeitskreis Artenvielfalt, in dem sich Studenten und naturwissenschaftlich begabte Schüler engagieren.

Alle, die Interesse haben, selber etwas für Wildbienen zu tun, erhalten weitere Informationen hier


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